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JBL Tour Pro 3

Das "Schweizer Taschenmesser" mit Dual-Treibern, LDAC und genialem Touchscreen-Ladecase, das als Audio-Transmitter fungiert.

Rezendo Score

Sehr gut – Top 20 %

Basierend auf 11 aggregierten Testberichten Zuletzt geprüft: 30. April 2026

Vorteile

  • Innovatives Ladecase mit Touch-Display
  • Sehr guter Klang
  • Ladecase als Transmitter nutzbar

Nachteile

  • Case sehr groß und schwer
  • Hoher Preis
  • Display am Case teils Spielerei

JBL Tour Pro 3

Die JBL Tour Pro 3 (erschienen im Spätsommer 2024) sind auch im April 2026 noch die mit Abstand außergewöhnlichsten und vielseitigsten In-Ear-Kopfhörer auf dem Markt. Während andere Hersteller lediglich an der Akustik feilen, hat JBL das Ladecase zu einem vollwertigen, eigenständigen Gadget mit Touchscreen und Audio-Transmitter weiterentwickelt. Wer viel fliegt und seine kabellosen Kopfhörer an das Bord-Entertainment-System anschließen möchte oder einfach keine Lust hat, für jede ANC-Einstellung das Smartphone aus der Tasche zu holen, findet hier das ultimative "Schweizer Taschenmesser" unter den Kopfhörern. Das starke Dual-Treiber-System und LDAC-Support runden das Premium-Paket klanglich ab.

Einordnung und Zielgruppe

Die Tour Pro 3 richten sich an Technik-Enthusiasten, Vielflieger und Pendler, die maximale Flexibilität suchen und sich an innovativen Features (wie dem Display-Case) erfreuen. Im aktuellen High-End-Markt (April 2026) konkurrieren sie preislich und klanglich mit den Sony WF-1000XM6 oder den Bose QuietComfort Ultra Earbuds, bieten durch das smarte Case und die Auracast-Funktionen jedoch ein Alleinstellungsmerkmal, das kein anderer Hersteller in dieser Form liefert.

Design und das "Smart Charging Case"

Das Gehäuse ist hier nicht nur Mittel zum Zweck, sondern der eigentliche Star des Produkts:

  • Das Ladecase (Gen 2): Auf der Vorderseite prangt ein 1,57 Zoll großes Touch-Display. Hierüber lassen sich Musik steuern, Anrufe annehmen, ANC-Modi wechseln, Equalizer-Profile anpassen oder sogar personalisierte Hintergrundbilder anzeigen – völlig unabhängig vom Smartphone.
  • Transmitter-Funktion: Ein absoluter Gamechanger für Reisen: Man kann das Case per beiliegendem USB-C-auf-3,5-mm-Klinkenkabel an eine analoge Audioquelle (z. B. das Flugzeug-Entertainment-System oder ein Laufband im Fitnessstudio) anschließen. Das Case fungiert dann als Auracast-Sender und funkt das Audiosignal kabellos und in Top-Qualität an die In-Ears.
  • Tragekomfort: Die Hörer selbst haben das klassische Stäbchen-Design. JBL legt neben den Standard-Silikonaufsätzen auch Foam-Aufsätze (Memory-Schaum) bei, was den Tragekomfort und die passive Abdichtung massiv erhöht.

Klang, ANC und Mikrofone

Auch unter der Haube hat JBL im Vergleich zum Vorgänger deutlich aufgerüstet:

  • Klang: Das neue Dual-Treiber-System (ein 11-mm-Treiber für satte Bässe und ein Balanced-Armature-Treiber für kristallklare Höhen) liefert einen exzellenten, sehr dynamischen Sound. Dank LDAC-Support (Hi-Res Audio) kommen auch Android-Nutzer voll auf ihre Kosten. Zudem ist "JBL Spatial 360" mit dynamischem Head-Tracking an Bord.
  • Active Noise Cancelling: Das "True Adaptive ANC 2.0" misst die Umgebungsgeräusche 50.000 Mal pro Sekunde und passt die Unterdrückung in Echtzeit an. Es kommt zwar nicht ganz an die fast unheimliche Stille von Bose heran, filtert Zug- und Flugzeuglärm aber hervorragend heraus.
  • Mikrofone: Ein 6-Mikrofon-Setup gepaart mit einem neuen KI-Algorithmus sorgt dafür, dass Windgeräusche bei Telefonaten souverän unterdrückt werden. Genial: Mit dem "Call Equalizer" lässt sich sogar die Stimme des Anrufers klanglich anpassen (z. B. dumpfe Stimmen klarer machen).

Akku und Hardware

Trotz der aufwendigen Display-Technik im Case liefert JBL starke Laufzeiten:

  • Laufzeit: Die Ohrhörer schaffen mit aktiviertem ANC sehr gute 8 Stunden (bei deaktiviertem ANC sogar bis zu 11 Stunden).
  • Gesamtlaufzeit: Das Ladecase liefert drei volle Ladungen, was die Gesamtlaufzeit auf rund 32 Stunden (mit ANC) bzw. 44 Stunden (ohne ANC) schraubt. Das Case unterstützt natürlich kabelloses Laden ( Qi ).

Software-Status

Die JBL Headphones App gehört zu den umfangreichsten auf dem Markt. Neben einem extrem tiefgreifenden Equalizer bietet sie "Personi-Fi 3.0", einen Hörtest, der das Klangprofil individuell an das eigene Gehör anpasst. Die Ironie dabei: Da das Smart Case fast alle Funktionen der App über den kleinen Touchscreen abbildet, wird man die eigentliche Smartphone-App nach der Ersteinrichtung im Alltag kaum noch öffnen müssen.

Fazit und Preis-Leistungs-Verhältnis

Mit einer sehr selbstbewussten UVP von 299 € beim Release im Herbst 2024 gestartet, sind die JBL Tour Pro 3 im April 2026 im freien Handel meist für attraktivere 190 € bis 220 € zu finden. Wer das Display-Case für eine bloße Spielerei hält, zahlt hier einen Aufpreis für Hardware, die er nicht braucht (in diesem Fall sind andere In-Ears klanglich oft etwas günstiger). Wer aber regelmäßig fliegt und die geniale Transmitter-Funktion des Cases sowie die unabhängige Touch-Steuerung nutzt, erhält hier ein revolutionäres und klangstarkes Hightech-Gadget.

Technische Daten

Preis (UVP)

299,99 EUR

Geräuschunterdrückung

Ja (True Adaptive Noise Cancelling 2.0, Smart Ambient)

Akku-Laufzeit

Bis zu 8 Std. (ANC an) / 11 Std. (ANC aus), bis zu 44 Std. mit Case h

Gewicht

5,6 g (pro Earbud) / 71,8 g (Case) g

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