Nothing Ear (3)
Design-Highlight mit edlem Aluminium-Case, transparentem Look, exzellentem Sound und starkem 50-dB-ANC.
Rezendo Score
Sehr gut – Top 20 %
Vorteile
- Einzigartiges transparentes Design
- Personalisierter Sound
- Gutes ANC
Nachteile
- Akkulaufzeit nur Durchschnitt
- Ladecase zerkratzt schnell
- Kein großes Upgrade zum Vorgänger
Nothing Ear (3)
Die im September 2025 erschienenen Nothing Ear (3) markieren für das Londoner Tech-Start-up einen massiven Schritt in Richtung Premium-Segment. Nachdem man 2024 bei der Namensgebung kurzzeitig auf die Nummerierung verzichtet hatte ("Nothing Ear"), bringt die dritte Generation nicht nur die Ziffer zurück, sondern merzt den größten Schwachpunkt der Vorgänger aus: Das stark kratzempfindliche, reine Plastikgehäuse weicht nun einem extrem edlen Ladecase aus eloxiertem Aluminium. Kombiniert mit dem weiterhin ikonischen, transparenten Design der Hörer, einem stark aufgewerteten Noise Cancelling und hochauflösendem Sound, haben sich die Ear (3) bis zum April 2026 als eine der stilvollsten und stärksten Alternativen im In-Ear-Markt festgebissen.
Einordnung und Zielgruppe
Die Nothing Ear (3) richten sich an Design-Enthusiasten, modebewusste Tech-Nutzer und all jene, die sich optisch vom weißen Einheitsbrei der Apple AirPods oder dem funktionalen Look von Sony abheben wollen. Im aktuellen Markt (April 2026) positionieren sie sich im gehobenen Mittelklasse- bis Premium-Segment und konkurrieren direkt mit den Jabra Elite 10 Gen 2 oder den Google Pixel Buds Pro 2. Sie sind sowohl für Android- als auch für iOS-Nutzer vollumfänglich und ohne App-Einschränkungen nutzbar.
Design und Tragekomfort
Der Look bleibt die absolute Superkraft der Marke, wurde aber entscheidend aufgewertet:
- Das neue Ladecase: Das Case besteht nun aus 100 Prozent recyceltem, eloxiertem Aluminium, in das gezielt transparente Kunststoff-Elemente eingelassen sind, um die Hörer weiterhin von außen sehen zu können. Es fühlt sich in der Hand deutlich kühler, schwerer und hochwertiger an als bei den Vorgängern.
- Passform: Die Hörer selbst behalten das markentypische, durchsichtige Stäbchen-Design bei (die Technik im Inneren ist sichtbar), wurden an den Rändern aber minimal weicher konturiert. Mit rund 4,8 Gramm sind sie weiterhin angenehm leicht und sitzen auch über Stunden hinweg sehr bequem und druckfrei. Sie sind nach IP54 gegen Staub und Spritzwasser geschützt.
Klang, ANC und Mikrofone
Technisch hat Nothing das Innenleben gezielt verfeinert:
- Klang: Die Treiber liefern ein fantastisch klares und dynamisches Klangbild. Der Bass ist kräftig, ohne die Mitten zu verwaschen. Dank der Unterstützung von LDAC und LHDC kommen Android-Nutzer in den Genuss von verlustfreiem Hi-Res-Audio. Auch Spatial Audio (3D-Klang) wird unterstützt.
- Active Noise Cancelling: Das ANC dämpft Umgebungsgeräusche laut Hersteller um bis zu 50 dB. In der Praxis blockt es tiefes Rauschen (Züge, Flugzeuge) exzellent ab und zieht mittlerweile problemlos mit Flaggschiffen von Samsung oder Apple gleich.
- Das "Super Mic": Nothing hat das Mikrofonsystem massiv beworben und "Super Mic" getauft. Die Sprachqualität bei Telefonaten ist tatsächlich hervorragend und filtert Wind und Baustellenlärm aggressiv heraus. Der Name ist vielleicht etwas viel Marketing-Magie, aber das Resultat überzeugt vollends.
Akku und Hardware
Bei der Laufzeit wurden kleine, aber wichtige Verbesserungen vorgenommen:
- Laufzeit: Die In-Ears schaffen bei aktiviertem ANC gute 5,5 bis 6 Stunden am Stück (ohne ANC sind es über 8 Stunden).
- Gesamtlaufzeit: Zusammen mit dem neuen Alu-Case summiert sich die Laufzeit auf sehr üppige 40 Stunden (ohne ANC). Das Case unterstützt selbstverständlich kabelloses Laden ( Qi Dies ist der weltweit führende Standard für die kabellose Energieübertragung in Smartphones und Wearables per elektromagnetischer Induktion. ). Modernstes Bluetooth 5.4 und eine tadellos funktionierende Multipoint-Verbindung (für den gleichzeitigen Betrieb am Laptop und Handy) runden das Hardware-Paket ab.
Software-Status
Gesteuert wird alles über die Nothing X App, die durch ihr minimalistisches Dot-Matrix-Design nach wie vor zu den schönsten und übersichtlichsten Apps am Markt gehört. Der Equalizer ("Advanced EQ") erlaubt es Audiophilen, Frequenzkurven extrem präzise und grafisch ansprechend anzupassen. Ein riesiger Pluspunkt für Nutzer von Nothing-Smartphones: Die ChatGPT-Integration ist tief im System verankert, sodass man per "Pinch"-Geste am Kopfhörerstiel direkt mit der KI sprechen kann.
Fazit und Preis-Leistungs-Verhältnis
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 179 € gestartet, liegt der Straßenpreis für die Nothing Ear (3) im April 2026 meist bei hochattraktiven 140 € bis 150 €. Wer bereit ist, den leichten Aufpreis für das neue Aluminium-Design zu zahlen (die reinen Plastik-Vorgänger sind oft deutlich günstiger), bekommt hier ein absolutes Lifestyle-Produkt, das nicht nur fantastisch aussieht, sondern auch akustisch in der absoluten Spitzenliga mitspielt.
Technische Daten
Preis (UVP)
149,00 EUR
Geräuschunterdrückung
Ja (Smart ANC bis zu 50 dB, Transparenzmodus)
Akku-Laufzeit
Bis zu 8,5 Std. (ANC aus), bis zu 40,5 Std. mit Case h
Gewicht
4,62 g (pro Earbud) / 51,9 g (Case) g