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RECHTSLAGE 2026Führerschein, Registrierung, Versicherung und Flugverbotszonen: die Pflichten der EU-Drohnenverordnung, verständlich sortiert.
Zu den RegelnKeine Rechtsberatung
Seit 2021 gilt in der gesamten EU dasselbe Regelwerk. Für private Flüge sind vier Punkte entscheidend - und drei davon betreffen auch die kleinste Kameradrohne unter 250 Gramm.
Pflicht für alle Drohnen ab 250 Gramm - und für jede leichtere Drohne, die eine Kamera oder einen anderen Sensor zur Erfassung personenbezogener Daten trägt. Das trifft praktisch jede Drohne dieser Übersicht. Du erhältst eine e-ID, die außen an der Drohne angebracht werden muss. Kosten: 20 Euro, Gültigkeit fünf Jahre.
Unter 250 Gramm brauchst du keinen Nachweis. Ab 250 Gramm beziehungsweise ab Klasse C1 ist der EU-Kompetenznachweis A1/A3 Pflicht - der sogenannte kleine Drohnenführerschein.
Für jede Drohne vorgeschrieben, unabhängig von Gewicht und Nutzung. Private Haftpflichtversicherungen schließen Drohnen meist aus - eine separate Police kostet je nach Anbieter etwa 30 bis 80 Euro im Jahr.
Maximal 120 Meter über Grund, immer in Sichtweite, nie über Menschenansammlungen und nicht in gesperrten Zonen. Das Mindestalter für den eigenständigen Betrieb liegt bei 16 Jahren.
"Drohnenführerschein" ist ein umgangssprachlicher Sammelbegriff. Tatsächlich gibt es zwei Nachweise mit unterschiedlichem Aufwand - und die meisten Hobbypiloten brauchen nur den ersten.
Reicht A1/A3 für mich?
| Klasse | Gewicht | Führerschein | Wo erlaubt | Beispiele |
|---|---|---|---|---|
| C0 | unter 250 g | nicht nötig | A1: nahe an Personen, nie über Menschenansammlungen | DJI Mini 5 Pro, DJI Flip, Potensic Atom 2 |
| C1 | 250-899 g | A1/A3 | A1: Überfliegen Unbeteiligter vermeiden | DJI Air 3S, DJI Avata 2, Autel EVO Lite+ |
| C2 | 900-3.999 g | A1/A3, für Personennähe zusätzlich A2 | A2: mindestens 30 m Abstand zu Unbeteiligten | DJI Mavic 4 Pro, DJI Mavic 3 Pro |
| ohne Klasse | Eigenbau, Bestandsgeräte | A1/A3 ab 250 g | A3: 150 m Abstand zu Wohn- und Erholungsgebieten | selbstgebaute FPV-Drohnen |
Die wichtigsten Sperrzonen gelten unabhängig von Gewicht und Führerschein:
Bußgelder sind kein Kavaliersdelikt
Mit einer Videobrille verlierst du den direkten Sichtkontakt zur Drohne - und genau der ist vorgeschrieben. Der Gesetzgeber löst das über den Beobachter: Neben dir muss eine zweite Person stehen, die die Drohne durchgehend im Blick behält und dich sofort warnen kann. Ohne diesen Beobachter ist der Brillenflug in Deutschland nicht zulässig.
Selbstgebaute FPV-Drohnen tragen zudem keine C-Klassifizierung. Damit fallen sie ab 250 Gramm automatisch in die Unterkategorie A3: mindestens 150 Meter Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten. In der Praxis heißt das - freies Feld statt Stadtpark.
Neben dem Luftrecht gilt die Datenschutz-Grundverordnung. Aufnahmen, auf denen Personen erkennbar sind, dürfen nicht ohne Weiteres veröffentlicht werden. Auch das Filmen fremder Grundstücke kann das Persönlichkeitsrecht verletzen - unabhängig davon, ob du dich in erlaubter Flughöhe befindest. Für rein private Aufnahmen ohne Veröffentlichung ist der Rahmen weiter, aber nicht grenzenlos.
Unter 250 Gramm sparst du dir den Führerschein - darüber bekommst du mehr Sensor und Flugzeit. Unsere Kaufberatung ordnet die Modelle ein.