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Sony Bravia 9 II 88/100
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Sony Bravia 9 II

Der erste LCD, der OLEDs wirklich gefährlich wird. Über 4000 Nits aus RGB-Mini-LED.

Rezendo Score

88 / 100

Sehr gut: Top 20 %

Basierend auf 3 aggregierten Testberichten Zuletzt geprüft: 03. August 2026

Vorteile

  • Höchste gemessene Helligkeit im Vergleich (4296 Nits im 5-Prozent-Fenster)
  • RGB-Backlight mit rund 1500 Zonen unterdrückt Blooming spürbar
  • Sehr wirksame matte Entspiegelung
  • Trotz der Helligkeit sparsam: Klasse E, 71 kWh im SDR-Betrieb
  • Beste Bewegungsdarstellung im Testfeld

Nachteile

  • Nur 2 von 4 HDMI-Anschlüssen mit 2.1-Bandbreite
  • Kein HDR10+
  • Mit 40 kg das schwerste Gerät im Vergleich
  • Rund doppelt so teuer wie ein gleichwertiger OLED im Abverkauf

Sony Bravia 9 II

Der Bravia 9 II ist Sonys Flaggschiff des Jahrgangs 2026 und der Fernseher, mit dem LCD-Technik erstmals seit Jahren wieder die Bildqualitätsdebatte anführt. Statt weißer Mini-LEDs sitzen im Backlight einzeln ansteuerbare rote, grüne und blaue LEDs. Rund 1500 Zonen, die Helligkeit und Farbe gemeinsam regeln. hifi.de misst 4296 Nits im 5-Prozent-Fenster und vergibt 9,4 von 10 Punkten, testberichte.de fasst die Tests zur Note 1,2 zusammen.

Einordnung und Zielgruppe

Der Bravia 9 II ist für helle Wohnzimmer gebaut, in denen ein OLED an seine Grenzen stößt: große Fensterflächen, Tageslicht, Sport und Sportübertragungen am Nachmittag. Wer dagegen abends im abgedunkelten Raum Filme schaut, bekommt bei einem OLED für die Hälfte des Geldes ein ähnlich überzeugendes Bild.

Bild und Panel

Die 4296 Nits stammen aus dem 5-Prozent-Fenster. Ein kleinerer Messausschnitt als das sonst übliche 10-Prozent-Fenster, weshalb sich der Wert nicht direkt mit den Angaben anderer Geräte vergleichen lässt. Entscheidend ist ohnehin etwas anderes: Weil jede Zone ihre Farbe selbst erzeugt, bleibt das Blooming um helle Objekte deutlich geringer als bei klassischem Mini-LED. Dazu kommt eine matte Oberfläche, die Reflexionen wirksam bricht.

Gaming und Anschlüsse

  • Nur 2 der 4 HDMI-Anschlüsse beherrschen HDMI 2.1
  • 4K mit 120 Hz
  • VRR über den HDMI-Forum-Standard, ALLM
  • Wi-Fi 6, Bluetooth 5.3, Twin-Triple-Tuner

Für PS5 und Xbox Series X reicht das, weil beide bei 120 Hz enden. Wer zusätzlich eine Soundbar über eARC anschließt, belegt aber einen der beiden schnellen Ports. Bei zwei Konsolen wird es eng.

Ton und Betriebssystem

70 Watt und Sonys Acoustic-Multi-Audio-Prinzip, bei dem der Bildschirm selbst mitschwingt, ergeben einen für Flachfernseher ungewöhnlich ortungsscharfen Klang. Google TV läuft flüssig und bringt Chromecast und AirPlay mit.

Was fehlt

HDR10 + unterstützt Sony wie immer nicht. Bei Dolby-Vision-Verfügbarkeit auf allen großen Plattformen ein verschmerzbarer Verzicht. Schwerer wiegen die nur zwei HDMI-2.1-Ports und das Gewicht: 40 Kilogramm ohne Standfuß verlangen eine belastbare Wandhalterung.

Fazit und Preis-Leistungs-Verhältnis

3499 Euro für 65 Zoll (Stand: August 2026), Energieeffizienzklasse E mit 71 kWh im SDR - und 96 kWh im HDR-Betrieb pro 1000 Stunden. Bemerkenswert sparsam für diese Helligkeit. Der Bravia 9 II ist der beste LCD-Fernseher, den man derzeit kaufen kann. Er kostet allerdings ungefähr das Doppelte eines LG G5 im Abverkauf, der in dunklen Räumen das bessere Bild zeigt. Die Rechnung geht nur auf, wenn der Raum wirklich hell ist.

Technische Daten

Preis (UVP)

3499 €

Bildschirmdiagonale

65 Zoll

Backlight-Technologie

RGB Mini-LED

Local-Dimming-Zonen

1500

Panel-Typ

VA

Bildwiederholrate

120 Hz

Entspiegelung

matt

HDR-Formate

Dolby Vision, HDR10, HLG

HDMI-2.1-Anschlüsse

2

Max. Gaming-Modus

4K/120 Hz

Betriebssystem

Google TV

Energieeffizienzklasse (SDR)

E

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