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GELDANLAGE

Aktien, ETFs und Fonds im Vergleich

Drei Begriffe, die oft in einem Satz fallen und doch sehr unterschiedliche Dinge meinen. Was jeweils dahintersteckt und woran sie sich unterscheiden.

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Die drei Anlageformen

Die Aktie

Ein Anteil an genau einem Unternehmen. Du wirst Miteigentümer, bekommst möglicherweise eine Dividende und darfst auf der Hauptversammlung abstimmen. Dein Ergebnis hängt vollständig an diesem einen Unternehmen. Das kann sehr gut laufen und es kann auf null gehen.

Der aktiv gemanagte Fonds

Ein Topf aus vielen Wertpapieren, den ein Fondsmanagement zusammenstellt und laufend umschichtet. Das Ziel ist, besser abzuschneiden als der Markt. Dafür zahlst du eine Verwaltungsgebühr, oft zwischen 1,0 und 2,0 Prozent im Jahr, häufig zusätzlich einen Ausgabeaufschlag beim Kauf.

Der ETF

Ebenfalls ein Topf aus vielen Wertpapieren, aber ohne Auswahlentscheidung. Er bildet einen Index nach und wird wie eine Aktie über die Börse gehandelt. Weil niemand auswählt, liegen die laufenden Kosten meist zwischen 0,07 und 0,25 Prozent im Jahr.

Gegenübergestellt

Merkmal Einzelaktie Aktiver Fonds ETF
Streuung keine hoch hoch bis sehr hoch
Laufende Kosten keine meist 1,0 bis 2,0 % im Jahr meist 0,07 bis 0,25 % im Jahr
Kosten beim Kauf Ordergebühr, Spread oft Ausgabeaufschlag bis 5 % Ordergebühr, Spread
Handel börsentäglich, fortlaufend meist einmal täglich zum Fondspreis börsentäglich, fortlaufend
Aufwand für dich hoch, Auswahl und Beobachtung gering gering
Wer entscheidet du das Fondsmanagement die Indexregel

Warum Kosten so stark wirken

Ein Unterschied von einem Prozentpunkt bei den laufenden Kosten klingt klein. Über Jahrzehnte ist er es nicht, weil die Gebühr jedes Jahr auf das gesamte angelegte Vermögen anfällt und der Betrag, der nicht mehr investiert ist, auch keinen Ertrag mehr erwirtschaftet.

Bei 200 Euro im Monat über 30 Jahre und einer Bruttorendite von sechs Prozent kostet ein Kostenunterschied von 1,5 Prozentpunkten im Endergebnis einen fünfstelligen Betrag. Der Kostenrechner zeigt das mit deinen eigenen Zahlen.

Kostenunterschied berechnen

Was sonst noch als Fonds firmiert

Neben Aktienfonds gibt es weitere Gattungen, die dir in Depotlisten begegnen. Sie folgen demselben Grundprinzip, enthalten aber anderes.

Anleihefonds
bündelt Schuldverschreibungen von Staaten oder Unternehmen, schwankt meist weniger als Aktien und reagiert stark auf Zinsänderungen
Mischfonds
kombiniert Aktien und Anleihen in einem Produkt, die Quote legt das Management fest
Offener Immobilienfonds
investiert in Gebäude, unterliegt Mindesthalte- und Kündigungsfristen und ist deshalb nicht kurzfristig verfügbar
ETC und ETN
sehen aus wie ETFs, sind aber rechtlich Schuldverschreibungen und damit kein Sondervermögen, etwa bei Gold oder Kryptowährungen
⚠️

Ein ETF ist nicht automatisch breit gestreut

Der Begriff ETF sagt nur etwas über die Bauweise aus, nicht über den Inhalt. Ein ETF auf einen einzelnen Sektor oder ein einzelnes Land kann stärker schwanken als mancher aktive Fonds. Entscheidend ist immer, welcher Index dahintersteht.

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Hinweis

Dieser Text erklärt Begriffe und Zusammenhänge. Er ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung und keine Empfehlung für ein bestimmtes Produkt. Ob eine Anlageform zu deiner Lebenssituation passt, hängt von Dingen ab, die ein allgemeiner Ratgeber nicht kennt. Für verbindliche Auskünfte wende dich an eine Bank, eine Steuerberatung oder eine Verbraucherzentrale.