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KONTO & KARTE

Debit, Credit oder Prepaid?

Alle drei sehen gleich aus und tragen dasselbe Logo. Der Unterschied liegt darin, wann das Geld dein Konto verlässt und wer wem etwas leiht.

Kartentypen ansehen

Die drei Kartentypen

Merkmal Debit Credit Prepaid
Abbuchung sofort vom Konto gesammelt am Monatsende vom Guthaben der Karte
Kreditrahmen keiner ja, zinsfrei bis zur Abrechnung keiner
Schufa-Prüfung meist ja ja meist nein
Mietwagen und Hotel wird oft abgelehnt akzeptiert wird meist abgelehnt
Typisch für moderne Girokonten klassische Kreditkarte Jugendliche, Kostenkontrolle
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Warum die Kaution der Knackpunkt ist

Mietwagenfirmen und Hotels wollen einen Betrag vorab blockieren, ohne ihn abzubuchen. Das geht nur mit einem echten Kreditrahmen. Bei Debit- und Prepaidkarten müsste das Geld tatsächlich vom Konto verschwinden, deshalb werden sie dort häufig nicht akzeptiert. Wer eine Reise plant, prüft das vorher und verlässt sich nicht auf das Logo auf der Karte.

Die Kosten im Ausland

Hier verstecken sich die Beträge, die am Ende der Reise überraschen. Es sind drei getrennte Posten, die unabhängig voneinander anfallen können.

Fremdwährungsentgelt

Fällt an, sobald nicht in Euro abgerechnet wird, typischerweise zwischen 1,5 und 2,0 Prozent des Umsatzes. Innerhalb der Eurozone entsteht es nicht, in Ländern mit eigener Währung dagegen bei jedem einzelnen Einkauf.

Abhebegebühr

Oft ein Prozentsatz des Betrags mit einem Mindestbetrag von etwa fünf Euro. Wer mehrmals kleine Summen zieht, zahlt deutlich mehr als bei einer großen Abhebung. Getrennt davon kann der Automatenbetreiber vor Ort eine eigene Gebühr verlangen.

Dynamische Währungsumrechnung

Das Terminal fragt, ob du in Euro statt in Landeswährung zahlen möchtest. Das klingt hilfreich und ist der teuerste Weg, weil der Händler den Wechselkurs setzt und Aufschläge von fünf Prozent und mehr üblich sind. Die richtige Antwort ist immer die Landeswährung.

Auslandsgebühren für eine Reise berechnen

Teilzahlung

Manche Kreditkarten bieten an, die Monatsrechnung nicht vollständig, sondern in Raten zu begleichen. Das wird als Flexibilität beworben und ist der teuerste Punkt an der ganzen Karte. Die Sollzinsen liegen regelmäßig im zweistelligen Bereich und damit auf Dispo-Niveau oder darüber.

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Teilzahlung ist oft voreingestellt

Bei einigen Karten ist die Teilzahlung ab Werk aktiv, gelegentlich mit einer sehr niedrigen Rate. Die Restschuld bleibt dann dauerhaft stehen und verzinst sich weiter. Wenn du eine Kreditkarte hast, lohnt ein Blick in die Einstellungen, ob dort Vollzahlung hinterlegt ist.
Sollzins und Effektivzins verstehen

Mitversicherte Leistungen

Karten mit Jahresgebühr enthalten oft ein Versicherungspaket, etwa Auslandsreisekrankenversicherung, Reiserücktritt, Mietwagenschutz oder eine Verlängerung der Herstellergarantie. Diese Leistungen sind echt, hängen aber fast immer an Bedingungen.

Zahlungspflicht
häufig muss die Reise ganz oder zu einem festen Anteil mit genau dieser Karte bezahlt worden sein
Reisedauer
der Schutz endet oft nach einer festen Zahl von Tagen je Reise
Altersgrenzen
manche Leistungen entfallen ab einem bestimmten Alter
Selbstbeteiligung
im Schadensfall bleibt ein fester Betrag bei dir

Rechne die Jahresgebühr gegen den Preis, den dieselben Versicherungen einzeln kosten würden. Eine Auslandsreisekrankenversicherung als eigener Vertrag liegt im niedrigen zweistelligen Bereich pro Jahr und gilt dann ohne Kartenbedingungen.

Wenn die Karte missbraucht wird

Für nicht autorisierte Zahlungen haftest du grundsätzlich nur begrenzt, solange du den Verlust unverzüglich meldest und nicht grob fahrlässig gehandelt hast. Ab der Meldung trägt das Institut die Schäden.

Grob fahrlässig ist zum Beispiel, die PIN zusammen mit der Karte aufzubewahren oder sie auf Nachfrage per Telefon oder Nachricht herauszugeben. Sperren lässt sich jede Karte über den zentralen Sperrnotruf 116 116, ergänzend über die App oder Hotline der Bank.

Girokonto verstehen

Wo die Karte herkommt und was im Entgeltaushang steht.

Hinweis

Dieser Text erklärt Begriffe und Zusammenhänge. Er ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung und keine Empfehlung für ein bestimmtes Produkt. Ob eine Anlageform zu deiner Lebenssituation passt, hängt von Dingen ab, die ein allgemeiner Ratgeber nicht kennt. Für verbindliche Auskünfte wende dich an eine Bank, eine Steuerberatung oder eine Verbraucherzentrale.